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Kleine
luftgetragene Partikel (Aerosole) sind die Ursache für eine Vielzahl
optischer Phänomene in der Atmosphäre, die jedem bekannt sind, z.B.
Regenbögen, Halos, purpurfarbene Sonnenauf- und -untergänge. Letztere sind
eine direkte Konsequenz der wellenlängenabhängigen Auslöschung (Extinktion)
von Sonnenlicht durch Rayleigh- oder Mie-Streuung. Lichtstreuung und
-absorption durch anthropogene, d.h. vom Menschen verursachte Aerosole, wie
sie z.B. bei der Waldrodung oder Verbrennung fossiler Energieträger
entstehen, kann den Wärmehaushalt der Atmosphäre stören und so das lokale
und globale Klima verändern. Aufgrund der großen räumlichen und zeitlichen
Schwankungen, denen die atmosphärische Aerosolkonzentration unterliegt, ist
der Einfluss der Aerosole auf das Klima weit schwerer zu quantifizieren als
dies bei den Treibhausgasen der Fall ist. Die unterschiedlichen Aerosolquellen
führen zu einer Vielzahl verschiedener Zusammensetzungen und Strukturen der
Aerosolpartikel. Zusätzlich werden die Partikel während ihres Aufenthalts in
der Atmosphäre, der bis zu einem Monat dauern kann, in ihren
mikrophysikalischen Eigenschaften teilweise stark durch atmosphärische
Prozesse verändert. Um zu verlässlichen Aussagen hinsichtlich der
Klimawirksamkeit anthropogener Aerosole zu gelangen, ist es daher
unumgänglich, die optischen Eigenschaften der Partikel im unveränderten
sowie im atmosphärisch prozessierten Zustand detailliert zu untersuchen.
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